Antikschmuck
Die Rubrik Antikschmuck ist umfassender als die anderen Rubriken Goldschmuck, Silberschmuck und Edelsteinschmuck. Dem Einen oder Anderen wird der Begriff Antikschmuck aber Rätsel aufgeben. Deswegen soll hier am Anfang zunächst einmal eine Begriffsklärung stehen. Antiker Schmuck ist derjenige Schmuck, der bereits 100 Jahre oder älter ist. Heutiger Schmuck wird zunehmend industriell hergestellt und die potentiellen Käufer geben sich immer mehr mit minderwertiger Qualität zufrieden. Oftmals ist älterer Schmuck aber von höherer Qualität und wesentlich filigraner als industriell hergestellter Schmuck.
Verschiedene Arten von Antikschmuck
Besonders beliebt sind etwa die berühmten, von Carl Peter Fabergé hergestellten Fabergé-Eier. Diese wurden um die Jahrhundertwende für den Zaren Alexander III. hergestellt, für den Fabergé der Hofjuwelier war. Ebenfalls beliebt ist Schmuck aus der Neuzeit, also Schmuck, der ab dem 16. und 16. Jahrhundert hergestellt wurde. Hier hat sich das Schmuckhandwerk erst zu dem entwickelt, was es heute ist. Der Ottonormalverbraucher kann sich diese Schmuckstücke aber nur selten leisten. Antikschmuck kann schon einmal Preise haben, die in die Millionenhöhe gehen. Nur zu oft sieht man Schmuck, der älter als 100 Jahre ist, auf Auktionen zu horrenden Preisen den Besitzer wechseln. Aus diesem Grund gibt es heute Schmuckhersteller, die derartige Stücke nach alter Methode nachstellen, um so auch den Kunden mit kleinerer Brieftasche zufriedenstellen zu können.
Die Wertermittlung von Antikschmuck
Finanziell kann es sich besonders lohnen, den eigenen, vielleicht geerbten Antikschmuck schätzen zu lassen. Dabei sollte man sich an etablierte Juweliere halten, die mit der Schätzung von Schmuck Erfahrung haben. Eine Schätzung reicht oftmals nicht aus. Möchte man den größten Ertrag für seinen Antikschmuck herausschlagen, muss man schon Angebote vergleichen und sich mehrere Schätzungen einholen. Besonders wenn diejenigen Verwandten, von denen man den Schmuck erhalten hat, noch leben, kann man von diesen Informationen einholen. Die Epoche der Schmuckherstellung kann ergiebigen Aufschluss über den Wert geben. Zahlreiche Internetportale ermöglichen es, selbst eine ungefähre Schätzung abzugeben, die dann vom Juwelie entweder bestätigt oder dementiert werden kann.
Der Verkauf von Antikschmuck
Auf jeden Fall sollte man beim Verkauf und Kauf von Antikschmuck nicht voreilig handeln. Wie gesagt gibt es zahlreiche Duplikate, die nur den Bruchteil ihres Vorbilds wert sind. Das ungeübte Auge weiß Original nicht von Fälschung zu unterscheiden, weswegen Antikschmuck nur bei einschlägigen und etablierten Juwelieren gekauft oder verkauft werden sollte. Viele Händler werden versuchen den Kunden über den Tisch zu ziehen, indem sie sich auf den Materialwert beziehen, der meist viel geringer ist als der tatsächliche. Antikschmuck hat seinen Wert schließlich nicht aus dem verarbeiteten Gold, Silber oder Edelstein. Das Alter, der Wert, und die Komplexität des Kunsthandwerks ist bei der Schätzung immer mit zu berücksichtigen.